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Warum ist die Farbtrennung für das Druckdesign wichtig?

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Was du auf dem Bildschirm siehst, ist lange nicht immer das, was am Ende rauskommt.Und ich musste diese bittere Pille wirklich schlucken – auf die harte Tour. Durch meine eigene Blauäugigkeit habe ich einmal ein Geschenk für meine allerliebste Freundin so richtig in den Sand gesetzt.

Zu ihrem Geburtstag kam mir die grandiose Idee, aus einem unserer liebsten Insider-Witze ein richtig cooles T-Shirt drucken zu lassen. Design gebastelt, ab in den Briefkasten der Druckerei damit. Ich war mir meiner Photoshop-Fähigkeiten ziemlich sicher und habe – ganz großkotzig – das kleine Häkchen bei „Farbkorrektur vor dem Druck“ einfach mal deaktiviert. „Bloß nicht an meiner künstlerischen Vision rumschrauben!“ Das Ergebnis? Machen wir’s kurz und springen direkt zum Tag vor der Feier: Das Päckchen kommt an – und die Farben sind so was von im Eimer.

Ich musste den ganzen Auftrag nochmal raushauen, das Geschenk verschieben und mich einen ganzen Tag lang wie der letzte Loser fühlen.
Vielleicht sollte ich meine Geschenkeplanung auch mal grundsätzlich überdenken…
Jedenfalls ist das Shirt dann beim zweiten Anlauf richtig gut geworden.
Weil ich diesmal – Gott sei Dank – das verflixte Häkchen gesetzt habe.

RGB vs. CMYK – der Klassiker

Mein T-Shirt-Mock-up sah am Bildschirm einfach hammer aus, weil alles im RGB-Modus war. RGB heißt Rot, Grün, Blau – die drei Lichtfarben, die dein Monitor wild durcheinandermengt, um dir den Regenbogen vorzugaukeln. Additives Farbsystem, alles Licht-basiert. Drucker hingegen arbeiten mit Farbe auf echtem Untergrund – und da kommt das subtraktive System ins Spiel: CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key = Schwarz). Sobald diese vier auf weißes Papier oder Stoff treffen, saugen sie bestimmte Lichtanteile weg und lassen nur das übrig, was reflektiert wird.
Genau hier bin ich mit Pauken und Trompeten reingefallen: RGB kann Farben zaubern, die CMYK mit echter Druckfarbe einfach nicht hinkriegt.

Der Unterschied zwischen RGB- und CMYK-Farbsystemen.

Und genau deshalb wurde aus meinem schreienden Neon-Grün im Druck ein richtig trauriges, mattes Wiesengrün à la „ach du meine Güte“…Bitte macht nicht denselben Anfängerfehler wie ich und wandelt eure schicken RGB-Farben vorher in druckbare CMYK-Farben um. Wie das geht? Ganz einfach: durch Farbseparation (Farbtrennung).

Was ist Farbseparation eigentlich genau?

Im Grunde genommen zerlegt man bei der Farbseparation ein buntes Design in einzelne Farbauszüge, die man nacheinander druckt und dann übereinanderlegt – und zack, steht das Bild wieder. Vor allem beim Siebdruck (und anderen klassischen Druckverfahren) ist das ein absolutes Muss, weil man die Farben nicht so gleichzeitig mischen kann wie am Monitor.

Im Grunde genommen zerlegt man bei der Farbseparation ein buntes Design in einzelne Farbauszüge, die man nacheinander druckt und dann übereinanderlegt – und zack, steht das Bild wieder. Stattdessen legt man Schicht für Schicht Farbe drauf. Jede Farbe im Motiv braucht deshalb ihre eigene Separation – quasi eine Schablone, die dem Drucker auf den Kopf zusagt: „Genau hierhin kommt diese Farbe, und nirgendwo anders.“

CMYK-Kanäle-Illustration

Beim CMYK-Verfahren teilt man das Ganze also in vier Farbauszüge auf. Wenn die dann der Reihe nach sauber übereinander gedruckt werden (gutes Register / Passergenauigkeit), ergibt sich am Ende das gewünschte Bild.
Bei kniffligen Sachen – Verläufen, Fotos, komplizierten Farbverläufen – kommen dann noch Rasterpunkte (Halftone Dots) ins Spiel.

Beispiel für den Siebdruck mit Halbtonpunkten

Kleine Punkte = heller, große und dichte Punkte = dunkler. Und wenn man um die Cyan-Punkte noch ein paar Magenta-Pünktchen streut, wird’s lila. Kein Hokuspokus – pure Farbenlehre.

Wer braucht das Ganze überhaupt?

Kurze Antwort: Wer im Druckgeschäft mitmischt, der braucht das.
Also vor allem:
Siebdrucker und andere klassische Druckereien
Grafiker, Branding-Leute, Verpackungsdesigner
kleine und mittlere Unternehmen, die Merch, Poster, Flyer, Etiketten etc. produzieren lassen

Die Farbtrennung für den Siebdruck ist eine absolute Notwendigkeit, die sich auf die Qualität, die Kosten und die Machbarkeit Ihrer Druckerzeugnisse auswirkt. Ganz gleich, wie gut das Design auf dem Bildschirm aussieht, wenn Sie nicht berücksichtigen, wie die Farben getrennt werden, ist das Ergebnis zwangsläufig ein Flop. Ein komplexer Hintergrund mit Farbverlauf erfordert beispielsweise möglicherweise drei zusätzliche Farben, um dem Originaldesign zu entsprechen. Selbst wenn Sie Ihre Designs nicht direkt drucken, hilft Ihnen die Kenntnis des Prozesses, fundierte Entscheidungen zu treffen und Enttäuschungen und Kosten für Neuanfertigungen zu vermeiden.

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Über die technische Notwendigkeit hinaus verbessert die Farbtrennung den Druck durch präzise Farbanpassung, bessere Deckkraft der Druckfarben und klarere Details. Sie trägt dazu bei, bei großen Druckauflagen konsistentere Ergebnisse zu erzielen. Einfach ausgedrückt macht die Farbtrennung den Druck zu einem vorhersehbaren, kontrollierbaren Prozess.

Wie kriegt man das hin?

Eine effektive Farbtrennung lässt sich mit den richtigen Werkzeugen und Techniken erzielen. Mit Adobe Photoshop können Sie beispielsweise Farben mithilfe von Ebenen und Kanälen manuell trennen. Wenn Sie bereits mit einer CMYK-Datei arbeiten, gibt es die Funktion „Kanäle trennen“, mit der solche Dateien in separate Komponenten aufgeteilt werden können. Eine ähnliche Funktion bietet auch eine andere Adobe-Anwendung, Illustrator, mit der „Separationsvorschau“ für vektorbasierte Dateien.

Natürlich gibt es auch spezielle Software für die Farbtrennung. Apps wie QuickSeps, Separation Studio, AccuRIP und andere verfügen oft über Funktionen wie Überdrucken, Ausbreitungssteuerung und verschiedene Exportoptionen. Lassen Sie uns darüber im Detail sprechen.

Overprint

Mit Überdrucken können Sie eine Farbe direkt darüber drucken, anstatt die darunter liegende Farbe zu entfernen, wie es beim Ausschneiden der Fall ist. Auf diese Weise können Sie Farben mischen und neue Farbtöne erstellen. Wenn Sie beispielsweise Gelb über einen blauen Hintergrund legen, entsteht durch den gelben Überdruck Grün. So können Sie Farben außerhalb Ihres Farbspektrums erzielen.

Der Unterschied zwischen Knockout und Überdruck bei der Farbtrennung

Trapping (Choking / Spreading)

Beim Trapping werden Farben leicht überlappend angeordnet, sodass sie sich berühren. Dadurch können Sie entweder die Hintergrundfarbe über den Rand hinaus erweitern oder das Vordergrundelement verkleinern, sodass sie sich geringfügig überlappen. Diese Überlappung zwischen den Farbseparationen gleicht kleinere Passungsfehler aus, die beim Drucken auftreten können.

Trapping kann eine schlechte Registrierung bei der Farbtrennung beheben.

Underbase / Weißunterdruck

Beim Bedrucken dunkler Kleidungsstücke wird in der Regel eine weiße Unterlage verwendet. Damit soll verhindert werden, dass der Stoff die endgültigen Farben des Drucks beeinflusst. Um sie sauber zu halten, würde Ihre Farbtrennung für ein einfaches rosa Design auf schwarzem Stoff tatsächlich zwei Trennungen umfassen: die weiße Unterlage und die rosa Oberschicht.

Der Unterschied, den eine weiße Grundierung bei der Farbtrennung macht

Export der Separationen

Unabhängig davon, woher Sie Ihre Dateien exportieren, werden sie in der Regel als PDF-Dateien für den Farbtrennungs-Siebdruck gespeichert. Ihre Farbtrennungen werden in einer PDF-Datei als Schwarz-Weiß-Seiten angezeigt. Jede davon wird nach der Farbe benannt, deren Bereich sie darstellt. Um Kompressionsartefakte zu vermeiden, sollten Sie Ihre Dateien in hoher Auflösung speichern.

separate Farbbildschirme Illustration

Farbseparation in Approval Studio

Now that we know how the principle works, let’s take a look at how it works in practice—using Approval Studio as an example.

Zuerst sicherstellen, dass das Design als PDF vorliegt. Datei hoch in die Asset Library, dann im Review Tool öffnen. Dort findet man die Funktion Color Separation im rechten Seitenpanel.

Farbtrennung im Review-Tool Approval Studio

Once the system has generated the separation files, internal and external users can see all CMYK channels plus any spot colors that the program has extracted from the file in the right-hand pane.
You can select and deselect the boxes individually to view each color in isolation (black and white) or all layers on top of each other.

Der Unterschied zwischen der Anzeige von Kanälen
Sehen Sie den Unterschied zwischen dem Deaktivieren eines der Kanäle (rechts) und dem Belassen nur eines davon als aktiviert (links).

Falls im Design Overprint verwendet wurde, lässt sich das ebenfalls simulieren.

Fazit

Kurz und schmerzlos: Wenn du nicht willst, dass dein schönes Neon-Limettengrün plötzlich aussieht wie abgestandenes Wiesengrün, dann mach vor dem Druck eine Farbseparation.
Dieser kleine Handgriff bewahrt dich davor, am Tag vor Abgabe in Panik nochmal alles neu bestellen zu müssen, spart dir richtig Geld und hebt die Qualität deines Produkts spürbar.

Sei nicht so überheblich wie ich damals. Nächstes Mal, wenn du etwas für Stoff oder Papier entwirfst: gönn dir kurz die Zeit für die Farbtrennung. Statt hinterher zu hoffen „wird schon passen“, weißt du dann ganz genau, dass es passt. Selbst ein bisschen technisches Grundwissen reicht schon aus, damit deine kreative Vision vom Bildschirm auf den Trägermaterial genau so, sauber, vollständig und genau so, wie du sie dir ausgemalt hast, rüberkommt.

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Kane

An aspiring article author who can't start her day without a cup of joe and seeks inspiration in mundane things.
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