5 reasons sketching is important
5 reasons sketching is important

5 wichtige Gründe, warum Skizzieren im Grafikdesign unverzichtbar ist

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Hattest du schon einmal kreative Ideen, die du am Ende nie umgesetzt hast? Wenn du im Grafikdesign tätig bist, hattest du wahrscheinlich einige davon – oder sogar eine ganze Menge.

In der Kreativbranche ist vieles ständig im Fluss, und Ideen sind dabei das Flüchtigste überhaupt. Sie kommen und gehen, und manchmal ist es schwer, sie alle im Kopf zu behalten. Auf der anderen Seite gibt es auch Phasen, in denen du dich überhaupt nicht inspiriert fühlst und, statt an etwas Neuem und Spannendem zu arbeiten, anfängst, deine Lebensentscheidungen zu hinterfragen. Kein besonders angenehmes Gefühl – aber genau das gehört zum kreativen Prozess dazu, so seltsam es auch klingen mag. Wir alle müssen zwischendurch neue Energie tanken.

Wie kannst du also verhindern, dass dir ein guter Gedanke entgleitet, wenn du gerade keine Möglichkeit hast, ihn auszuarbeiten? Ganz einfach: indem du ihn skizzierst. Es ist die einfachste, schnellste und zugleich interessanteste Methode, eine starke Idee festzuhalten – selbst dann, wenn du sie später wieder vergessen solltest. Manchmal frage ich mich ernsthaft, wie viele großartige Kunstwerke und Designs nur deshalb existieren, weil ihre Urheber sie rechtzeitig skizziert haben. Skizzieren bietet Designer:innen viele Vorteile, auf die wir gleich noch eingehen werden. Doch zuerst sollten wir ein paar grundlegende Begriffe klären.

Was ist Skizzieren im Grafikdesign?

Warum ist Skizzieren wichtig?

Skizzieren ist der Prozess, bei dem ein schneller, grober Entwurf eines Bildes oder Designs erstellt wird. In der Regel verwenden Kreative dafür einen Bleistift und Papier oder ein Grafiktablet – je nachdem, was gerade zur Verfügung steht (auch wenn etwa 70 % der Designer nach wie vor ein klassisches Skizzenbuch gegenüber digitalen Tools bevorzugen). Skizzen entstehen schnell und ohne großen Zeitaufwand, und es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten davon.
In der klassischen Kunst lassen sich drei Hauptformen unterscheiden: Croquis, Pochade und Porträtstudie. Die ersten beiden Begriffe stammen aus dem Französischen und bedeuten beide „Skizze“, beziehen sich jedoch auf unterschiedliche Schwerpunkte – Form beziehungsweise Farbe. So interessant diese Unterscheidung auch ist, sie ist für uns weniger relevant, da wir uns auf Grafikdesign konzentrieren.


Im Designbereich gibt es ebenfalls viele Unterkategorien von Skizzen. Ich bin einmal auf einen Artikel gestoßen, der bis zu zwanzig verschiedene Arten auflistete. Ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht mehr an alle, aber ich weiß noch, dass mir diese Einteilung übertrieben vorkam – zu viel Komplexität für etwas, das eigentlich schnell und unkompliziert sein sollte. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich Skizzen im Grafikdesign eher in drei Hauptkategorien einteilen, basierend auf ihrem Ausarbeitungsgrad. Und bitte sieh es mir nach, dass ich ihnen keine besonders ausgefallenen oder offiziellen Namen gegeben habe.

  • Ein „unbekanntes Etwas“

Das Wichtigste bei einer schnellen Skizze ist, dass du später selbst noch verstehst, was du gezeichnet hast. Je nachdem, wie schnell gearbeitet werden musste, kann das manchmal eine Herausforderung sein. In den meisten Fällen können Designer:innen ihre eigenen Skizzen jedoch problemlos entschlüsseln – auch wenn sie für andere wie völlig unverständliche Kritzeleien aussehen. Interessanterweise entstehen in dieser Phase oft mehrere „unbekannte Etwasse“ nebeneinander, wenn verschiedene visuelle Richtungen ausprobiert werden.

  • „Ich weiß, was es ist, aber noch nicht, wie es funktioniert“

Auch das ist noch eine Skizze, allerdings eine deutlich präzisere. Das dargestellte Objekt hat klarere Linien, und es ist erkennbar, was gemeint ist. Ähnlich wie beim vorherigen Typ entstehen auch hier häufig mehrere Varianten oder Perspektiven derselben Idee.

  • Technische Zeichnung

Diese Skizzen sind wesentlich detaillierter und enthalten oft konkrete Maßangaben oder Proportionen. Sie entstehen meist dann, wenn bereits eine finale Richtung gewählt wurde und weiter ausgearbeitet wird. Häufig zeigen sie zusätzliche Perspektiven und wichtige Details. Diese Art von Skizze wird besonders oft in Bereichen wie Architektur, Ingenieurwesen oder Produktdesign verwendet.

Nachdem wir nun die Grundlagen geklärt haben, kommen wir zum nächsten Punkt.

Warum ist Skizzieren im Grafikdesign so wichtig?

№1: Ein echter Kreativitäts-Booster

Skizzieren ist ein kreativer Booster.

75 % der Produktdesigner sind überzeugt, dass abstrakte Ideen erst beim Skizzieren ihre endgültige Form annehmen. Sobald du eine Idee aus deinem Kopf aufs Papier bringst und sichtbar machst, kannst du sie besser verstehen und weiterentwickeln. Es gibt kaum etwas Motivierenderes, als zu sehen, wie eine eigene Idee Gestalt annimmt.
Skizzieren spielt dabei eine zentrale Rolle: Es erlaubt dir, mit deiner Vorstellungskraft zu experimentieren, Ideen sichtbar zu machen und zu prüfen, ob sie Potenzial haben. Die erste Skizze wirkt dabei wie ein Lackmustest für ein Konzept. Wenn dich die Idee schon in diesem Stadium langweilt oder nicht überzeugt, ist es unwahrscheinlich, dass daraus später ein starkes Design entsteht.

№2: Schnell und macht Spaß

Skizzieren geht schnell und macht Spaß.

Skizzieren gehört zu den unterhaltsamsten Phasen eines Projekts. Egal, woran du arbeitest – es ist immer spannend zu sehen, wie die ersten Varianten entstehen, die besten auszuwählen, sie zu drehen, zu spiegeln und weiterzuentwickeln.
Skizzieren nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, ist aber äußerst effektiv und intensiv. Es hat etwas Faszinierendes zu beobachten, wie aus ein paar schnellen, lockeren Linien die ersten Entwürfe für ein Logo oder ein Poster entstehen.

№3: Keine Grenzen

Skizzieren kennt keine Grenzen

Skizzieren kannst du praktisch überall und jederzeit. Es gibt kaum Einschränkungen – die einzige Grenze ist deine eigene Vorstellungskraft.
Du brauchst nicht viel: ein Stift und Papier reichen völlig aus, ebenso wie ein Tablet. Du kannst im Café skizzieren, in der U-Bahn, auf einer Parkbank oder überall dort, wo dich eine Idee trifft. Es ist schnell, unkompliziert und jederzeit möglich.

№4: Dein Gehirn profitiert davon

Skizzieren regt Ihr Gehirn an.

Es gibt einen guten Grund, warum Zeichnen zu den ersten kreativen Aktivitäten gehört, die wir als Kinder kennenlernen. Beim Skizzieren wird ein großer Teil der rechten Gehirnhälfte aktiviert – jener Bereich, der für Kreativität und Vorstellungskraft zuständig ist. Gleichzeitig entstehen neue neuronale Verbindungen. Selbst eine kurze Skizze kann langfristig deine kreative Leistungsfähigkeit stärken.

Die Rolle des Skizzierens im Designprozess ist daher enorm. Doch wie genau kannst du diese Vorteile konkret nutzen?

Wie wird Skizzieren im Grafikdesign eingesetzt?

№1: Freies Skizzieren

Freie Zeichnung Konzept

Bist du mit dem Konzept des Freewriting vertraut? Das ist eine Technik, die von Autor:innen auf der ganzen Welt verwendet wird, um ihre Ideen zunächst ungefiltert auf Papier festzuhalten und sie später zu ordnen. Bei dieser Methode schreiben sie alles auf, was ihnen in den Sinn kommt. Es ähnelt gewissermaßen einem Gedankenstrom – nur eben auf Papier festgehalten. Wenn sie den Text anschließend erneut lesen, können sie interessante Ansätze herausfiltern, strukturieren, weiter ausarbeiten und gezielt weiterentwickeln.

Ich bin mir nicht sicher, ob es den Begriff „Freies Skizzieren“ offiziell gibt, aber Grafikdesigner nutzen Skizzen auf sehr ähnliche Weise wie Autor:innen das Freewriting nutzen. Sie verwenden Skizzen, um zu sehen, wie ihre Ideen außerhalb ihres Kopfes tatsächlich aussehen, und um sie bei Bedarf zu korrigieren. Die Skizze ist der Anfang von allem – das Fundament für den ersten Entwurf oder zumindest für eine seiner möglichen Varianten.

№2: Kommunikationsmittel

Skizzieren ist Kommunikation

Skizzen im Grafikdesign sind der erste Schritt auf dem Weg zur endgültigen Freigabe eines finalen Designs. Natürlich ist es ideal, wenn man sich persönlich mit dem Kunden treffen und die eigenen Ideen direkt präsentieren kann. In der Praxis ist es jedoch häufig so, dass sich Kund:innen und Designagenturen an völlig unterschiedlichen Orten befinden und weit
voneinander entfernt arbeiten. In solchen Fällen müssen die ersten Skizzen dennoch überprüft und besprochen werden.
Dieser Prozess entscheidet darüber, ob sich das Team in die richtige Richtung bewegt. Gleichzeitig liefert er das erste Feedback, das von entscheidender Bedeutung für die Weiterentwicklung und Ausarbeitung der ursprünglichen Idee ist. Ohne diese frühe visuelle Grundlage wäre es deutlich schwieriger, ein gemeinsames Verständnis davon zu entwickeln, wie das fertige Design aussehen soll.

Skizzen als
Vorproduktionsschritt?

Mit Approval Studio können Sie diese als Referenzdateien hochladen.

№3: Den Denkprozess in Gang bringen

Skizzieren bringt Ihren Denkprozess in Gang.

Wie ich bereits erwähnt habe, enthalten die ersten Skizzen meist zahlreiche Variationen desselben Objekts oder Designelements. Ideen, die dir spontan kommen, wirken anfangs oft konkreter und klarer, als sie sich später tatsächlich herausstellen. Genau hier helfen Variationen, diese Lücke zu schließen.
Es ist äußerst selten, dass sofort die perfekte Designlösung entsteht, die exakt zu den Anforderungen des Kunden und seiner Marke passt. Die Suche nach der optimalen Lösung kann daher einige Zeit dauern. Es gibt verschiedene Wege, die Anzahl möglicher Optionen einzugrenzen. Der sicherste davon ist, möglichst viele Informationen vom Kunden zu sammeln und eine gründliche Analyse des Zielmarktes durchzuführen.
Doch selbst dieser Prozess eliminiert nicht alle Möglichkeiten – er reduziert lediglich die Anzahl der infrage kommenden Optionen. Das bedeutet, dass du trotzdem brainstormen und unterschiedliche Lösungsansätze entwickeln musst. Da Skizzen dir helfen, diese Ideen zu visualisieren, sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Grafikdesign-Prozesses.

№4: Fehler sind unvermeidlich – und notwendig

Fehler sind beim Skizzieren unvermeidlich.

Skizzieren erlaubt nicht nur Fehler, sondern macht sie sogar zu einem notwendigen Bestandteil des Prozesses. Manchmal fragen sich Menschen, wie sie besser im Skizzieren werden können. Doch die Wahrheit ist: Das musst du gar nicht unbedingt.
Es ist völlig normal, dass nicht alle Varianten eines Designs erfolgreich sein werden. Letztlich geht es darum, diejenige auszuwählen, die am besten funktioniert oder dich am meisten überzeugt. Fehler helfen dir – zusammen mit Recherche und Brainstorming – zu erkennen, welche Ansätze nicht funktionieren und welche Richtungen du besser nicht weiterverfolgen solltest. Dadurch kannst du deine Auswahl immer weiter eingrenzen und dich der richtigen Lösung schrittweise annähern.
Skizzieren ist genau die Phase eines Projekts, in der Fehler besonders wertvoll sind. Das gilt vor allem in Bereichen wie Architektur, Industriedesign oder Produktdesign, wo Fehler in späteren Produktionsphasen erhebliche Kosten verursachen können.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass Fehler in frühen Skizzen oft verhindern, dass dieselben Fehler später im finalen Design wiederholt werden. Skizzen sind rohe, unfertige Darstellungen von etwas, das noch nicht existiert, und genau deshalb helfen Fehler dabei, die Anzahl möglicher Wege zum Ziel zu reduzieren. Sobald du einen Fehler erkennst, weißt du automatisch, welchen Weg du vermeiden solltest – und der gesamte Entwicklungsprozess wird dadurch kürzer und effizienter.

№5: Ideen rekonstruieren und wieder abrufen

Skizzieren hilft dabei, Ideen zu rekonstruieren.

Skizzieren ermöglicht es dir, Ideen bewusst zu „vergessen“, und genau das ist eine seiner wichtigsten Funktionen. Vergessen ist ein natürlicher und notwendiger Prozess unseres Gehirns. Unser Verstand verarbeitet ständig enorme Mengen an Informationen, und selbst die besten Ideen können dabei verloren gehen.
Die Geschwindigkeit und Einfachheit des Skizzierens ermöglichen es dir, eine Idee visuell festzuhalten – entweder auf Papier oder digital auf deinem Gerät –, sodass du später jederzeit darauf zurückkommen kannst. Das ist besonders hilfreich, wenn dein Alltag hektisch ist, du an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitest oder gerade unterwegs bist, wenn dir eine Idee kommt.

Sobald du eine Skizze angefertigt hast, kannst du dich wieder anderen Aufgaben widmen, die deine unmittelbare Aufmerksamkeit erfordern. Es ist vergleichbar mit dem Freigeben von Arbeitsspeicher auf deinem Computer, nachdem du ein Projekt gespeichert hast. Der Fortschritt bleibt erhalten, während dein System wieder effizienter arbeiten kann.
Und da Grafikdesigner in der Regel ein sehr gut entwickeltes visuelles Gedächtnis haben, ist es meist kein Problem, eine Idee später wieder aufzugreifen – selbst wenn die Skizze für andere Menschen völlig unverständlich aussieht. Nun ja, zumindest in den meisten Fällen.

Abschließende Gedanken

Alles in allem ist die Bedeutung des Skizzierens im Designprozess kaum zu überschätzen. Es mag wie ein kleiner und offensichtlicher Teil eines Projekts erscheinen, aber ohne Skizzen ist es praktisch unmöglich, die eigentliche Arbeit zu beginnen.
Wenn der Tisch oder Desktop eines Designers voller Skizzen, Entwürfe und visueller Ideen ist, ist das oft ein kleines, aber deutliches Zeichen für ein hohes Maß an Professionalität. Skizzieren hilft dabei, Zeit zu sparen, Ideen festzuhalten und den kreativen Prozess insgesamt angenehmer und produktiver zu gestalten.
Wenn du diesen Prozess zusätzlich mit der Approval Studio App kombinierst, kann sich die Geschwindigkeit deiner Projektabwicklung drastisch erhöhen. Zweifelst du noch daran? Dann kontaktiere uns einfach – wir vereinbaren gern eine persönliche Demo und zeigen dir, dass alles, was wir über unsere Software sagen, tatsächlich stimmt.
Und ich für meinen Teil werde jetzt etwas skizzieren gehen – denn das Schreiben solcher Artikel bringt immer neue Ideen hervor.

Hey-ho!

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Bild von Matthew Roberts

Matthew Roberts

A guy with wide spheres of interest — from project management to board games and to spicy guitar riffs. Has a solid experience in marketing, creative team management, translation, teaching, and occasional freelancing masochism. Big and bald.
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